
Georgien wird in Kürze mit geotechnischen Untersuchungen für das Projekt eines Unterwasserkabels durch das Schwarze Meer beginnen, das künftig die Lieferung grüner Energie aus Aserbaidschan nach Europa ermöglichen soll.
Das erklärte Ekaterine Gunzadzé, stellvertretende Finanzministerin Georgiens, auf dem Seminar „Transkaspische Konnektivität: Erschließung von Transport- und Energiekorridoren“, das im Rahmen der 58. Jahrestagung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) in Mailand stattfand.
„Dieses Projekt galt einst als visionär – heute ist es Realität. Die geopolitischen Veränderungen seit dem Krieg in der Ukraine haben seine Bedeutung für Europas Energiesicherheit massiv erhöht“, so Gunzadzé. Die Machbarkeitsstudie wurde bereits mit einem Kredit der Weltbank abgeschlossen; auch die Finanzierung der geotechnischen Studien erfolgt über die Weltbank.
Georgien produziert bereits rund 80 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen, vor allem aus Wasserkraft. Mit Unterstützung der ADB wird zudem ein Projekt zur Errichtung von Energiespeichersystemen realisiert, um die Stabilität des Stromnetzes im Krisenfall zu sichern.






